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Aktualisiert am

15.01.2021

UNESCO Preis an Inklusionsprojekt Wiener Neudorf

Lebenshilfe Poyer-Haus darf das Siegel als Mitglied des Index-Teams ebenfalls tragen
Der 2. Oktober 2009 war für alle teilnehmenden Einrichtungen, die Gemeindeführung, für den Inklusionsgedanken und für alle Wiener NeudorferInnen ein Festtag. Das gemeinsame „Inklusionsprojekt“ wurde von der UNESCO mit dem Dekadenpreis ausgezeichnet.  Die Generalssekretärin der UNESCO-Kommission, Mag. Gabriele Eschig überreichte den VertreterInnen des Index-Teams und der Gemeinde  das UN-Logo für „Bildung und nachhaltige Entwicklung und globales Lernen“. „Denken dürfen, was noch nie gedacht, was wir hätten denken sollen.
Sagen dürfen, was noch nicht gesagt, was wir hätten sagen sollen.
Tun dürfen, was noch nie getan und was wir hätten tun sollen als gesamtgesellschaftliches Anliegen in der Gemeinde Wiener Neudorf.
Wertschätzender Umgang, demokratische Kultur und gleichberechtigte, partnerschaftliche Kommunikation von Jung und Alt und für Jung und Alt in harmonischer und solidarischer Gemeinschaft als ein gesellschaftspolitischer Herzenswunsch, der sich in allen Bevölkerungsgruppen wieder finden soll. Jeder darf mitarbeiten, mittun, helfen, sich entwickeln und entfalten dürfen.
Dank an alle, die gemeinsam die ersten Schritte gegangen sind, es sind mehr geworden und es werden hinkünftig mehr werden. Der Geist, der Bazillus Inklusion ist in uns, wird weiter getragen und weitergegeben.“ mit diesen Worten begrüßte Vizebürgermeister Regierungsrat Josef Tutschek die Gäste bei der Preisverleihung. Sie sagen alles aus, was wir im Indexteam empfinden und weitertragen wollen.

Als Obfrau der Sektion Mödling vertrete ich die Lebenshilfe, die mit ihrem Poyer-Haus fest in die Gemeinschaft Wiener Neudorfs verankert ist im Indexteam und bin sehr stolz darauf, bei diesem zukunftsweisenden Projekt teilhaben zu dürfen. Für mich ist Inklusion der Weg unsere Gesellschaft und Gemeinschaft weiter entwicklen zu können. Inklusion ist für mich der Weg aus dem selektierenden Denken, dass uns alle in gewisser Weise in starre Normen und Formen einteilt, auszubrechen und jedem die Möglichkeit gibt auf seine Art und in seinem Tempo ein gleichberechtigtes Mitglied unserer  Gesellschaft zu sein. Inklusion darf und ist nicht auf den sonderpädagogischen Bereich beschränkt, sondern gibt allen Menschen in einer Gemeinde, einem Bezirk, einem (warum nicht Land) die Gewissheit in jedem Lebensabschnitt angenommen und aufgenommen zu sein. Inklusion ist für mich die Möglichkeit der gemeinsamen Weiterbildung im Hochschul-Lehrgang „Kommunale Bildung“, der außer der Freude am Lernen und Forschen und einer Portion Neugier keine Zugangsbeschränkungen kennt. Der das Tor zur Bildung endlich auch für erwachsene Menschen mit Lernbehinderung geöffnet hat, wie es Andreas Zehetner Selbstvertreter aus Lebenshilfe Mödling formuliert. „Inklusion ist Lifestyle“ diesem Zitat von Andreas Holzer, Hortner in Wiener Neudorf ist dann zum Schluss eigentlich nichts mehr hinzu zufügen.
Artikel von Friederike Pospischil – Obfrau Sektion Mödling

Bild: Präsident Otto Perny, Geschäftsführer Christian Albert, Sektionsobfrau Friederike Pospischil, Andreas Zehetner und Elisabeth Kopecky  Lebenshilfe Mödling freuen sich über die Auszeichnung