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Aktualisiert am

23.11.2017

Gleichenfeier in der Werkstätte Berndorf

Am Freitag den 7. Juli 2017, lud man nach knapp acht Monaten Bauzeit zur Gleichenfeier nach Berndorf ein. Bis zur Gleichenfeier war es allerdings ein langer Weg. Im Dezember 2015 fand der Spatenstich zum Bau der neuen Werkstätte in Berndorf statt. Ende 2016 hätte der Rohbau der Werkstätte schon fertig gestellt sein sollen, doch bei Bodenproben stieß man auf einen lockeren Untergrund den man erst genau analysieren musste. Nach fast einem Jahr Bauverzögerung war es im November 2016 dann soweit, mit den Bauarbeiten wurde begonnen.

 

Mit der Gleichenfeier wurde auch gleich der Einrichtungsnamen offiziell gemacht. Der Vorstand der Lebenshilfe Niederösterreich hat in einer Sitzung den Beschluss gefasst, dieser Werkstätte den Namen „Ilse Fischer - Werkstätte Berndorf“ zu geben. Benannt nach einer langjährigen Gönnerin und Spenderin der Lebenshilfe Niederösterreich.

 

Schon von Beginn an waren die Klientinnen in die Planung der neuen Werkstätte miteinbezogen. Eine Werkstätte für 60 KlientInnen zu errichten war die Bauvorgabe auf einem Grundstück das sich von der Bundesstraße über eine Länge von 120 Metern mit 35 Metern zur Triesting hin erstreckt. Ein barrierefreier, ebenerdiger Bau mit 1000 m² Nettofläche und weiteren 100 m² Lagerfläche, mit Innenhöfen und einem Garten.

Ziel des Entwurfes war es innerhalb einer so großen Anlage, angemessene Strukturen zu schaffen und Wohnlichkeit entstehen zu lassen aber auch den einzelnen Arbeitsgruppen individuellen Raum zu geben. Dies würde durch die Schaffung von vier quergestellten Häusern mit zwischengeschalteten Innenhöfen, die über einen Gang verbunden sind gegeben.

Häuser und Innenhöfe bieten eine Abfolge von öffentlichen zu privaten Funktionen, von laut zu leise an. Einladend und für alle offen das erste Haus, hier soll Begegnung stattfinden. Begegnung der KlientInnen beim gemeinsamen Mittagessen, aber auch Begegnung mit Gästen und Kunden, sei es beim Verkauf der eigenen Produkte, bei Veranstaltungen oder Festen. Auch der erste Hof soll mehr ein Gastgarten sein.

Haus zwei und drei bieten den Werkgruppen der Industrie und Tischlergruppe Platz, der zwischengelagerte Innenhof kann für Pausen aber auch zum Arbeiten genutzt werden. 

Das vierte an den Garten grenzende Haus ganz im Süden der Anlage soll als ruhigerer Bereich verstanden werden, der über die gesamte Südseite Gruppenwerkraum soll Aufenthalt und Gemeinschaftskochzonen in ruhiger Lage bieten. Der dritte Hof soll ein ruhiger Rückzugsort mit Obstbäumen und Sträuchern werden.

Im Süden soll ein von den KlientInnen zum großen Teil selbst gestalteter Garten entstehen. Hier wird über Hochbeete mit Gemüse und Kräutern, Sträuchern mit Beeren und Obstbäume nachgedacht, die auch in der eigenen Werkstattküche dann Verwendung finden können.

Im Osten, an der Grundstücksgrenze entsteht eine Versorgungsstraße, hier entstehen der Straße zugewandt auch Carports für die Lebenshilfe Busse. Im hinteren Bereich der Carports bildet ein innenliegender Gangbereich, der die einzelnen Baukörper verbindet den Abschluss, dort befinden sich die internen Garderoben der einzelnen Arbeitsbereiche.

Auf Grund jahrelanger Zusammenarbeit mit der Firma Pipelife gibt ein Palettenhochlager. Funktionsbedingt weist diese Lagerhalle einen anderen Zuschnitt als die anderen Baukörper auf. Die Lagerhalle hat eine direkte LKW Zu- und Abfahrt.  Die benötigten Technikräume für Heizung und Lüftung sowie der Müllraum befinden sich in dem hohen langgestreckten Bau an der westlichen Grundgrenze.

Sehr großen Wert wurde auf angemessene Dimensionierung der Baukörper, die dem Maßstab ländlicher Bebauungsstrukturen entspricht gelegt.

Auf die Qualität der Belichtung und Beschattung der Räume, große Dachüberstände beschatten die großzügig dimensionierten Fenstertüren die von Nord und Süd Licht in die bis unters Dach offenen Gruppenräume lassen.

Die Räumlichkeiten der Einrichtung sind so konzipiert, dass Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit haben überall zu arbeiten.