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Aktualisiert am

19.01.2018

Lebenshilfe Niederösterreich 50+

Der Festakt wurde von Josef Balber, Abgeordneter zum NÖ Landtag, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, zusammen mit Friederike Pospischil, Präsidentin der Lebenshilfe NÖ und Christian Albert, Geschäftsführer der Lebenshilfe NÖ gemn.GmbH durchgeführt. Durch die Festveranstaltung führten Katharina Spreitzer und Mag.a Christina Badelt. Ein Rückblick der letzten 50 Jahre begleitete die Festgäste.

Pioniere die maßgeblich am Aufbau der Lebenshilfe Niederösterreich beteiligt waren, wie Dir. Maria Walter, Ing. Otto Perny, jetzt Ehrenpräsident der Lebenshilfe Niederösterreich, Regionalleiter DSA Alexander Leeb MSc, der im Jahr 1995 die Ausgliederung der KlientInnen aus dem Kinderhaus Gugging durchführte, Andreas Zehetner der sich seit mehr als zehn Jahren für die Selbstbestimmung und die Teilhabe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung einsetzt, kamen zu Wort.

Durch unterstützte Kommunikation kann man seine Wünsche und Bedürfnisse mitteilen. Wie dies funktioniert zeigten Mag.a Karin Gerbautz und Erich Höfle.

Musikalisch wurde der Festakt von Helmut Strobl (Saxophon) und Helmut Schwarzer (Piano) begleitet. Die Liedermacherin und Sängerin Mag.a Claudia Mitscha-Eibl unterhielt die Festgäste mit ihren tiefgründigen Chansons in deutscher Sprache mit melodischer Gitarre Begleitung. Mitscha-Eibl, eine engagierte Stimme, die sich für Benachteiligte stark macht, gesellschaftliche Veränderungen einfordert und dies pointiert mit Witz und Charme in ihren Liedern dargeboten hat.

Seit mehr als fünfzig Jahren setzt sich die Lebenshilfe Niederösterreich mit großer Kraft, Mut und Initiative für die Beseitigung von Barrieren in Kopf und Gesellschaft ein.

Im Laufe der Jahrzehnte waren diese Barrieren ständiger Veränderung unterworfen. Waren es zu den Gründungszeiten der Lebenshilfen in Österreich Fragen wie Kindergartenbesuch, Schulbildung, Betreuung junger Erwachsener und Unterstützungsleistungen an die betroffenen Familien, so waren es fünfundzwanzig Jahre später Themen wie gemeinsamer Kindergarten und Schulbesuch, Wohnen in Wohneinrichtungen und in teilbetreuten Wohngemeinschaften, Gewährung von Pflegegeld und Ausgliederung aus der Psychiatrie. Vorherrschend war damals ein medizinisches Modell von Behinderung. Es wurde auf die Defizite des Einzelnen geschaut und diese galt es zu verbessern und anzupassen.

2008 hat die Republik Österreich die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet und ratifiziert. Sie hat Gültigkeit im gesamten Bundesgebiet und gilt für Bund, Länder und Gemeinden. Die UN-Konvention verlangt nun von uns allen einen neuen Blickwinkel auf die von uns begleiteten Menschen. Nicht ihre Defizite sondern ihre Stärken stehen im Fokus. Es gilt Barrieren zu beseitigen, die Menschen an der Teilhabe in der Gesellschaft behindern.  Es geht darum jeden Menschen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben als gleichberechtigte Bürgerin und gleichberechtigter Bürger zu sichern.

Personenzentrierung, Sozialraumorientierung und Instrumente der persönlichen Zukunftsplanung werden uns in Zukunft begleiten. KlientInnen, MitarbeiteInnen und Angehörige, die diese Form des Arbeitens bereits kennengelernt haben, sind begeistert davon.

Die Lebenshilfe Niederösterreich hat sich zum Ziel gesetzt Motor und Vorbild auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft zu sein. Wir wollen allen Menschen offen, neugierig und vorurteilsfrei gegenübertreten. Wir wollen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung nicht nur gut begleiten, sondern wir wollen ihnen als Ermöglicher zur Seite stehen, ihnen neue Lebenswege und Entwicklungen bieten. Jeder Mensch soll die Unterstützung bekommen, die er benötigt und die maßgeschneidert auf den Einzelnen oder die Einzelne ausgerichtet ist.

Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurde zu einem Buffet eingeladen wo es die Möglichkeit zur entspannten Unterhaltung gab.

Für eine perfekte Bewirtung sorgten die TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen des Lebenshilfe-NÖ-Arbeitsprojektes Theater am Steg.