Vom Gestalten eines gemeinsamen Kunstwerks bis hin zu kreativen Mitmach-Stationen: Das konnten Besucher:innen im Rahmen des Tages der offenen Tür am 11. April 2024 im Atelier, in der Werkstätte und im Shop in Wr. Neustadt der Lebenshilfe Niederösterreich. Ein spannender Tag für alle Beteiligten mit vielen Eindrücken durch interaktive Stationen, die von unseren Kund:innen angeleitet wurden. Auch der Wr. Neustädter Bürgermeister Klaus Schneeberger und die Stadträtin Erika Buchinger ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen.

Einen Tag lang hinter die Kulissen blicken 

Am Tag der offenen Tür konnten Besucher:innen an beiden Standorten hinter die Kulissen blicken und sich einen Eindruck verschaffen. Auch der Bürgermeister selbst stattete der Lebenshilfe NÖ einen Besuch ab und war von der Kreativität und der Lebensfreude unserer Kund:innen berührt:

„Man merkt, dass hier jede:r Beschäftigte:r voller Freude an ihren/ seinen Projekten arbeitet. Hier entstehen einzigartige Kunstwerke, die einen Mehrwert für alle haben“, sagt Bürgermeister Klaus Schneeberger.

Beduften, falten oder malen

Mitmach-Stationen gab es einige und viele Besucher:innen gestalteten durch Anleitung unserer Kund:innen ihre eigene Kresse-Schale oder ihr eigenes Duftsäckchen. Die Stoffsäckchen wurden natürlich im Vorfeld von Beschäftigten in der Werkstätte selbst genäht. Beim großen Gemeinschaftsbild im Atelier konnte sich jede:r künstlerisch verwirklichen.

„Die beiden Werkstätten in Wr. Neustadt sind Orte der Vielfalt und Kreativität. Unsere Kund:innen waren begeistert, den Besucher:innen ihre Tätigkeitsbereiche zeigen zu können und gemeinsam an Produkten und Kunstwerken zu arbeiten “, sagt Regionalleiterin Vera Satra.

Selbstbestimmung mitten in Wr. Neustadt 

Das Atelier der Lebenshilfe NÖ in Wr. Neustadt ist ein Raum der Inklusion, in dem Menschen mit Behinderungen ihre künstlerische Begabung entfalten können. Hier entstehen mit verschiedenen Techniken faszinierende Kunstwerke und Gemälde. In der nahe gelegenen Werkstätte und dem Shop sind insgesamt 30 Beschäftigte tätig, die nicht nur an der Produktion beteiligt sind, sondern auch aktiv in den Verkaufsprozess eingebunden werden.

„Mir gefällt die Abwechslung und die vielen Kundenkontakte in der Werkstätte und im Shop. Auch das Beraten macht mir großen Spaß“, erklärt der Werkstätten-Sprecher Philipp Belujsky.

Die Idee für dieses Projekt entstand schon viele Jahre zuvor, als man Menschen mit Behinderungen in Sollenau erfüllende Beschäftigungen auch im urbanen Raum Wr. Neustadts ermöglichen wollte – mitten in der Gesellschaft. Lange Fahrtzeiten sollten minimiert werden. Und genau das ist gelungen: Eine Möglichkeit auf ein inklusives Leben und Selbstbestimmung mitten in der Stadt. Denn Beschäftigte gelangen eigenständig und ohne Unterstützung von ihrem Wohnhaus in die Werkstätte, Shop oder ins Atelier direkt in die Innenstadt von Wr. Neustadt.



 

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